Ein grosser Schritt der Biodynamie zu
Unsere Suche nach biologischer Landwirtschaft hat sich als Suche nach unserer Herkunft und unserem Bund mit der Erde entpuppt. Wir haben uns bemüht, die ganze Atmosphäre besser zu fühlen, die uns umringt. Wir sind Pierre Masson begegnet, der uns gelhofen hat, unsere Wünsche und Bedürfnisse wahrzunehmen. So sind wir von Kopf bis Fuss in dem biodynamischen Anbau unserer Reben seit dem Frühling 2001 eingetaucht; unsere Weine 2001
stammen alle aus Bioreben unter Kontrolle „Ecocert France 32600“ unt haben die Demetercertifikation „Biodyn“ bekommen.
Wir werden Sie jedes Jahr unsere Entwicklung und die verschiedenen Arbeiten in unseren Reben miterleben lassen.
Bis bald, Annie und Pierre-Paul Humbrecht.
Informationen über Biodynamie
Die Biodynamie ist eine Landwirtschaftsmethode,
sowohl für Ackerland wie für einfachen Garten.
Für die Laien soll man erstmal erklären, dass dieses Verfahren nur natürliche Dünge- oder Hilfsmittel ( z.B gegen die Krankheiten) anwendet - im Gegensatz zu den konventionnellen Landwirtschaftsmethoden, die hauptsächtlich, man könnte fast sagen nur chemische Dünger und Pesticide gebrauchen.
Erstmal ein paar Erklärungen zur Etymologie des Wortes: auf Griechisch bedeutet „bios“: Leben – und „dynamis“: Kraft. Der biodynamische Anbau ist also ein Verfahren, der die Lebenskräfte benützt und respektiert. Im französischen Wörterbuch Petit Robert heisst auch „dynamique“: „was die Sachen mit Bezug auf deren Bewegung,
Entwicklung, Zukunft untersucht“. Eine Definition, die auch sehr gut mit der Biodynamie passt
Als erster hat Rudolf Steiner 1924 bei einem Ausbildungskurs für Landwirte die biodynamische Landwirtschaft eingeführt.
Als erster hatte er die Idee, manche Landwirtschaftsverfahren mit bestimmten Phasen des Mondes übereinstimmen zu lassen.
Danach experimentierten ein paar Bauern diese Methode, dank denen man heute wissenschaftlich behaupten kann,
dass manche Korrelationen zwischen den Bewegungen der Sterne und dem Heranwachsen
der Pflanzen existieren.
Darunter kann man Maria Thun erwähnen, die seit über 48 Jahren Experimente macht.
Prinzipien der Biodynamie
Zwei „Werkzeuge“, wenn man sie so nennen darf, werden in Biodynamie verwendet: die biodynamischen Präparate und der biodynamische Kalender.
Die Präparate bestehen aus spezifistischen Mineral-, Vegetal- oder Tierstoffen und werden mit Wasser verdünnt,
um als homeopathisches Balsam für den Boden und für den Anbau gebraucht zu werden.
Was den Kalender betrifft, enthält er eine Menge von astronomischer
Informationen über die verschiedenen Mondrhythmen, die Sternpositionen usw.
Unser Satellit, der Mond, übt eine grosse Anziehungskraft (man denke bloss an die Flut, zum Beispiel...)
über das Wasser unserer Erde aus. Die Pflanzen bestehen in überwiegender
Proportion aus Wasser; beim Vollmond übersetzt sich die Anziehungskraft in grössere Germinations-,
Wachstums- oder Wassergebrauchsphänomene.
Es ist also besser, 2 Tage vor dem Vollmond zu säen.
Wenn man den Mond beim Aufgang oder beim Untergang betrachtet, stellt man fest,
dass er nicht immer an derselben Stelle des Himmels zu beobachten ist.
In weniger als 14 Tagen wächst allmählich der Raum zwischen dem Punkt,
wo er aufgeht und dem Punkt, wo er untergeht. Dadurch wird sein Bogen am Himmel immer grösser: man spricht von
„steigendem Mond“, da er immer höher am Himmel scheint. Dagegen spricht man von „absteigendem Mond“,
wenn seine Zugrichtung kürzer wird. Im steigenden Mond steigt der Saft schneller in den Pflanzen:
die Energie konzentriert sich in dem oberen Teil („Luftteil“) der Pflanzen, so wie im Frühling oder Sommer.
Beim absteigenden Mond im Gegenteil konzentriert sich die Energie in dem unteren Teil der Pflanzen („unterirdischen Teil“),
so wie im Herbst oder Winter. Das Ideale wäre also, die Frucht- , Laub- oder Blumenpflanzen beim steigenden Mond zu ernten,
so kann man sie auch am besten konservieren. Dagegen sollte man das Wurzelgemüse (Karotten, Rüben, Zwiebeln...)
lieber beim absteigenden Mond ernten;
da das Einwurzeln in dieser Periode erleichtert ist, ist sie auch die günstigste für das Umpflanzen oder Umtopfen.
Noch etwas über dem Mondrhythmus, den man siderischen Rhythmus nennt. In seinem Kreis um die Erde kommt der Mond jeden Monat vor den zwölf Konstellationen des Zodiaks,
so wie die Sonne es in einem Jahr tut. Der siderische Rhythmus bezeichnet also den Zeitraum zwischen zwei Erscheinungen des Mondes vor derselben Konstellation (in Latein heisst „sideris“ Stern). Die zwölf Konstellationen des Zodiaks werden nach den vier Elementen (Erde, Wasser, Luft, Feuer) in vier Kategorien unterschieden. Wenn der Mond zum Beispiel vor einer Luftkonstellation ist, überträgt er der Erde die spezifischisten Kräfte des Luftelements. Nach den vielen Beobachtungen und Experimenten der Maria Thun wissen wir jetzt, welchen Einfluss die Kräfte der vier Elemente auf die Pflanzen ausüben. Ist der Mond vor einer Erdkonstellation (Stier, Jungfrau, Steinbock), so ist die Energie der Pflanze in die Wurzel orientiert; vor einer Wasserkonstellation (Fische, Krebs, Skorpion) ist die Energie in die Blätter oder den Stiel orientiert. Vor einer Luftkonstellation (Wassermann, Zwillinge, Waage) ist die Energie eher in die Blumen orientiert;
ist der Mond schliesslich vor einer Feuerkonstellation (Widder, Löwe oder Schütze), wird die Hauptkraft in den Früchten sich merken lassen.
Was kann man dann konkret aus diesen Prinzipien ziehen?
In jeder Pflanze ist üblicherweise ein Teil (manchmal mehr...), das wir benützen, um uns zu ernähren. Wir essen zum Beispiel die Wurzel der Karotten, die Frucht der Bohnen, die Blume des Brocolis, das Laub vom Spinat. Wenn man die kosmischen Kräfte (die über 48 Jahre durch viele Experimente bewiesen worden sind) verwenden will und das Beste aus unseren Pflanzen hervorbringen will, soll man den Boden in den Tagen bearbeiten (säen, umpflanzen, usw... ), die für das Pflanzenteil, das uns interessiert, am günstigsten sind.
Wie kann ich aber wissen, wann der Mond vor einer Erdkonstellation steht, damit ich meine Radieschen säe? Man kann zwar den Himmel mit einem Teleskop beobachten – einfacher ist, einen biodynamischen Kalender zu kaufen, in dem alle Rhythmen des Mondes und viele andere Auskünfte (Sternkonjunktionen, Sonnen- und Mondfinsternis, usw...) zu finden sind.
Denn vieles kann noch negativ oder positiv das Heranwachsen der Pflanzen beeinflussen.
Wenn Sie interessiert sind, kann ich Ihnen zwei Kalender vorschlagen: Calendrier Lunaire (bei „Calendrier Lunaire diffusion“) oder „Calendrier des Semis“ bei Maria Thun (Maison de la byodynamie, 5 place de la gare, Colmar). Beide sind sehr interessant und enthalten unwahrscheinlich viele Informationen.
Zum Schluss möchte ich einen Gedanken Ihnen mitteilen, der die ganze biodynamische Philosophie inspiriert; er wurde öfters von Rudolf Steiner weitergegeben und heisst: „die Entwicklung der Erde geschieht Hand in Hand mit der Entwicklung jedes lebenden Wesens“.
Bemühen wir uns, das Beste aus uns selbst hervorzubringen, so wird unsre Erde dasselbe tun.
N.B. Die Rudolf-Steiner-Biodynamie ist 1987 offiziell von der Regierung anerkannt worden. Seine Marke DEMETER ist weltgeschützt und wird erst nach drei vollen Jahren biodynamisches Anbaus (auf dem gesamten Weinbau) zugeteilt.
Wer war Demeter?
Für die Griechen war sie dieTochter von Chronos und Rhea; sie war die Göttin der Fruchtbarkeit und der Keimheit,
vor allem des Wachstums der Getreide. Sie war ebenso die Göttin der Cosmogonie,
deren Mächten man jede Blume, jede Frucht, jedes Leben auf der Erde zu danken hatte.
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