Geschichte des Hauses Humbrechts
Unser Grossvater Paul hat sich anfangs des XX. Jahrhunderts in Pfaffenheim niedergelassen. Er hatte den Willen, seinen Weinbau mit Mut, Schwung und Liebe zu entwickeln. Er hat die erste Flaschenabfüllung im Dorf eingeführt. Sein Sohn Gustav hat mit derselben Leidenschaft sein Werk in der reinsten Tradition fortgeführt;
er hat die Arbeitsweisen seines Vaters übernommen und nur Naturdünger verwendet.
Heute sind wir stolz, worauf diese zwei ihrer Erde verbundenen Männer an uns weitergegeben haben.
Im Morgengrauen des 3. Jahrtausends sind die Weine Humbrecht die Früchte der Arbeit, der Leidenschaft, der Liebe des Menschen und der Erde, der Treue der Elsässischen Unverfälschheit.
Unser heutiger Wunsch heisst, die Erde unserer Ahnen, die uns die Erfahrung und die Liebe des Weines seit 1620 gegeben haben, zu respektieren.
So hat sich Jahr für Jahr unsere Eigentümlichkeit verstärkt bestättigt: ohne chemische Vernichtungsmittel gegen Unkraut oder Insekten sowohl ohne chemische Dünger unseren Wein anbauen, um goldene, rubinrote, an Aroma reiche Früchte anfangs des XXI. Jahrhunderts zu ernten.
Heutzutage sind wir darauf stolz und glücklich, unsere Weinstöcke nach den Regeln der biologischen und biodynamischen Landwirtschaft zu kultivieren, um biologische Weine hervorzubringen.
Die Reben des Weinberges
Die Pflanze in ihrer Umgebung respektieren.
Der Arbeitszyklus laüft parallel mit dem Vegetationszyklus und besteht aus etwa zwanzig Verfahren: die einen kämpfen gegen die Krankheiten, die anderen verbessern die Qualität des Weines.
Darunter ist das Rebenschneiden besonders bestimmend – wenn man zu viel schneidet, können sich die Reben nicht harmonisch entwickeln; wenn man zu wenig schneidet, wuchen die Reben aus, reifen die Trauben nicht richtig.
In diesem Augenblick ist die Anwesenheit von Pierre-Paul Humbrecht wichtig, um in der richtigen Zeit und der richtigen Weise zu schneiden. Wenn die meteorologischen Bedingungen ungünstig sind, wird zwar die Ernte bescheiden – aber wenn alles ungefähr normal laüft, kommt als Belohnung der Mühe ein Saft hoher Qualität hervor.
Wenn die Knospen auf sind, werden die Zweige ausgesucht und die überflüssigen Zweige per Hand (um den Stock nicht zu verletzen) entfernt. Während der Blüte muss man die Zweige wieder mal kürzen; dabei sollen die Menge und die Qualität der Blätter, die die Rebe braucht, richtig hochgerechnet werden. Während des Reifeprozesses werden die überflüssigen Blätter und Trauben rationnel entfernt, um schliesslich Qualitätstrauben zu ernten, die genug Sonne bekommen haben.
Die Bearbeitung des Bodens besteht aus mühsamen Verfahren, die jedes Jahr durchgeführt werden:
Glücklicherweise hat Pierre-Paul die letzten technischen landwirtschaftlichen Neuigkeiten sich erwerben können, die seine Arbeit in Harmonie mit der Natur erleichtern.
Die Wurzel der Pflanze.
„Wenn einer erzählt, dass er Kopfschmerzen hat, kann er erklären, worunter sein ganzer Körper leidet; seine Umgebung braucht keine weitere Erlaüterung, sie sieht, weiss, handelt den Umständen entsprechend“. So ist es auch für die Rebe – aber sie spricht nicht! So muss der Weinbauer selbst beobachten und Acht geben...
Seit zwanzig Jahren arbeitet Pierre-Paul im Familienbetrieb, er pflügt, hackt, jätet die Erde am Fuss der Reben mit grösster Leidenschaft; als er die Biodynamie entdeckte, wusste er, dass seine Suche vollendet war. Die Leidenschaft blieb erhalten, verwandelte sich aber: es wurde die ganze Familie und die Mitarbeiterin angesteckt und es wurde allen bewiesen, was für die Reben gut ist.
So pflückten wir Pflanzen und Blumen (Löwenzahn, Brennessel, Schachtelhalm...), um Infusion oder Absud für die Gesundheit der Reben und der Trauben herzustellen. Wir haben die Beobachtung der Rebe, des Holzes, des Laubes gelernt, wie man ein Neugeborenes für sein Wohlbefinden beobachtet.
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